Der Keller quillt über und die Schränke platzen aus allen Nähten, doch bei näherer Betrachtung stellt sich heraus, dass wir den Krempel nicht mehr brauchen. Babybodys in Größe 56, Bücher mit Brei-Rezepten, das alte Nachtlicht - Weg damit! Wir machen Platz.
Meine Flohmarkt-Erfahrungen beschränken sich bisher eher aufs Kaufen, selten habe ich mich selbst hinter den Tisch getraut und vorallem bislang nicht bei einem Kindersachenbasar. Das sollte sich nun ändern. Unser Kindergarten veranstaltete einen Flohmarkt, bei dem ich mich als Käufer anmeldete. Er lag direkt um die Ecke, war klein und übersichtlich. Die Verkaufszeit betrug vier Stunden - Das empfand ich als angenehme Bedingungen.
Erster positiver Effekt
Der Keller jubelte auf, als ich Kiste um Kiste und Sack um Sack nach oben in unseren Hof buckelte. Endlich hatte er wieder Luft zum Atmen! Ich schüttete das Spielzeug zu Bergen, türmte Klamotten und sortierte, was es sonst noch gab: ein paar Bilderrahmen, Decken, Bücher... Skrupellos entschied ich, was direkt in die Mülltonne wandern musste und welche Klamotten wir in den Altkleidercontainern entsorgen würden. Ich selbst mag es selbst, mich auf Trödelmärkten durch Müll wühlen zu müssen. Fakt ist, dass niemand ein T-Shirt mit Flecken kauft oder ein Spielzeug, bei dem irgendein Teil fehlt - Ich wollte den Müll nicht mitnehmen. Meine Qualitätskontrolle war streng und wir bekamen bereits vor dem Verkauf wieder ordentlich Platz in Wohnung & Keller.
Tricks für den Verkauf
Ein guter Zustand ist für das Verkaufen A und O, finde ich. Was dreckig ist, wird leider als Schrott wahrgenommen - Das kenne ich von mir selbst. Also wurden die Spielsachen und Schuhe von mir zunächst ordentlich geschrubbt. So machten sie was her!
Die Kindersachen wusch ich und bügelte sie sogar. Zusätzlich entschied ich mich dafür, einen Preisvorschlag direkt daran zu heften. So wissen die wühlenden Eltern, in welchen Preisrahmen hier angeboten wird und werden hoffentlich einfacher zum Kauf verleitet. Handeln darf man bei mir trotzdem.
Eine zusätzliche Orientierung für die Käufer waren große Schilder mit Größenangaben. Das ist auf Flohmärkten gängig und sehr hilfreich.
So war ich gut ausgestattet, als ich am Sonnabend mein Tischlein im Kindergarten aufbaute.
Der Sonnabend kam
Unser Kindergarten liegt 10 Minuten von uns entfernt. Mit einem Fahrradanhänger zogen wir die Kindersachen zum Flohmarkt und bauten unseren geliehenen Biertisch auf. Die Atmosphäre war angenehm lustig - Wir feuten uns alle aufs Verkaufen.
Der Verkauf selbst lief dann etwas stockend an und ich beäugte die anderen Tische. Mir kam es so vor, als hätten die anderen Eltern bessere Sachen. Skandinavische Mode. Selbstgenäht. Öko. Alles chic und neu und gut präsentiert. Ob ich überhaupt etwas verkaufen würde? Klar! Bald trudelten viele Schwangere ein, an die ich meine Babysachen abgeben konnte. Hier eine Hose, dort ein T-Shirt. Niemand kaufte viel, aber in regelmäßigen Abständen wurde ich ein Teil los.
Meine Kinder und mein Mann besuchten mich zwischendurch, aber den Stand betreute ich allein. Ziemlich geil. Ihr könnt euch denken, dass es sehr erholsame vier Stunden waren, wenn man mal ALLEIN etwas macht. Und an den Nebentischen verkauften Leute, mit denen man quatschen konnte. So ging die Zeit schnell um. Das Pärchen vom Nachbarstand schenkte meinen Töchtern dann noch zwei Barbie-Puppen, worüber die sich unendlich freuten. Sie spielen den ganzen Tag mit Puppen und dieser Abschluss war ein kleines Sahnehäubchen.
Fazit
Nach dem Trödelmarkt machte ich einen Kassensturz und hatte 40 € eingenommen. "Das hat sich ja gelohnt", sagte mein Mann sarkastisch. Ja, reich bin ich also nicht geworden, obwohl doch einiges den Besitzer gewechselt hatte. Die meisten Teile kosteten 1-2 €, aber ohne Großkunden, blieb es bei diesen kleinen Summen. Ich denke mir: Haben ist besser als Nicht-haben. 40 € sind auch toll.
UND:
Unser Kindergarten nahm eine ganze Stange Geld ein durch den Flohmarkt und dafür hat es sich auch gelohnt. Ohne Verkäufer kein Flohmarkt, also war es wichtig, mitzumachen, auch wenn finanziell wenig bei rumgekommen ist.
Die übrig gebliebenen Spielsachen verschenkte ich am selbsten Abend noch über Facebook. Wir wollen den gewonnen Platz schließlich behalten. Vielleicht kennt ihr meinen Beitrag über den Minimalismus im Kinderzimmer noch (hier nachlesen), dort schrieb ich darüber, wie befreiend das Ausmisten sein kann - Probiert es mal aus! Ich fühle mich toll, dass der Kram endlich ausgezogen ist.
Für den nächsten Flohmarkt habe ich gelernt:
Erwachsenenbücher verkaufen sich gar nicht und Spielzeug kann man auch zu Hause lassen. Klamotten und Schuhe verkaufen sich gut, am besten gehen Markensachen.
Habt ihr auch schon auf dem Flohmarkt verkauft? Könnt ihr es anderen Eltern empfehlen?
Willkommen auf unserem Mutti-Blog. Was zunächst als anonymes Hilfegesuch in einem Klamottenforum begann, hat sich zu Freundschaft entwickelt. Unterschiedlicher könnten wir kaum sein, doch uns verbindet die Liebe zu unseren Kindern. Auf diesem Blog schreiben wir für euch Erfahrungsberichte, Reviews, lustige und auch traurige Geschichten aus dem Alltag mit Kind. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
Mittwoch, 20. Juli 2016
Sonntag, 17. Juli 2016
Gemüsezeiten Woche 3
Gemüseprotokoll
Tag 15: Zum Frühstück gab es ein Brötchen, mittags Nudeln und abends ein Gemüse-Steak auf dem Grill mit gemischtem Salat.
Tag 16: Wir unternahmen einen Ausflug in den Zoo, wo ich mittags nur Pommes und Currywurst aß. Zum Abendessen bemühte ich mich dann wieder und kochte ein Risotto von Cookit, das ich am Vortag gekauft hatte. Mit Pilzen und Frühlingszwiebeln.
Tag 17: An ein Frühstück habe ich wieder nicht gedacht, aber meine Kollegin versorgte das Team heute mit einem Getränk aus frischer Minze und Limetten + Zitronen, was zumindest meinen Flüssigkeitshaushalt auffüllte.
Mittags aß ich nur ein belegtes Brot und abends gab es einen gemischten Salat mit Pizza.
Tag 18: Frühstück fiel heute leider wieder einmal aus. Mittags aß ich Pfannkuchen mit Salat und abends wollte ich mich noch einmal an Süßkartoffelpommes probieren. Dieses Mal informierte ich mich online und erhielt den Tipp, bereits in das Öl Salz zu mischen, damit es den Pommes die Flüssigkeit entziehen kann und sie knusprig werden. Für besondere Knusprigkeit helfe auch Stärkemehl. Stand da, aber meine Pommes wurden leider wieder labbrig, sodass die Kids auf die Reste der Pfannkuchen zurückgriffen. Für mich gab es (labbrige) Süßkartoffelpommes mit Spiegelei und Salat.
Tag 19: Wieder ohne Frühstück aß ich heute Süßkartoffelpommes und Salat zum Mittagessen (ja, die Reste von gestern) und am Abend gab es einen Döner. Meine Malzeiten nahm ich heute immer zwischen Tür und Angel ein, da ich nach der Arbeit erst Mila und dann Annika abholte und dann noch einmal zur Arbeit musste. Abends kam ich auch nur für einen kurzen Moment heim, dann gingen mein Mann und ich ins Theater - auf dem Weg dahin aß ich dann den Döner. To Go.
Tag 20: Heute gab es leckeres Gebäck zum Frühstück - (Meine Kollegen sind immer so fleißig!) und anlässlich unseres Sommerfestes gönnte ich mir bei Hans im Glück einen Hamburger (mit leider wenig Salat). Abends gab es Öko-Nudeln mit selbstgemachter Tomaten-Tofu-Gemüse-Soße.
Tag 21: Der Tag begann trubelig, denn meine Mama und Nichte kamen zu Besuch, doch ihr Flug wurde gecancelt und sie landeten schließlich in Düsseldorf statt in Bonn. Dort holte ich sie mit der Bahn ab und wir aßen zwischendurch nur etwas Obst aus einem Obstbecher. Mittags gab es belegtes Baguette und abends wieder Zucchini-Suppe.
Zusammenfassung nach Woche 3
In dieser dritten Woche fühlte ich mich soweit wohl und ich genoss vor allem das Risotto und die Zucchini-Suppe sehr. Leider kippte das Frühstück meistens wieder hinten über und mein Vorsatz wurde nicht wirklich erfüllt, morgens auch etwas zu mir zu nehmen. Immerhin konnte ich darauf achten, viel Wasser zu trinken.
So langsam geht es auf das Ende meines Gemüse-Projektes zu. Mein Zwischenstand ist, dass täglicher Gemüse-Konsum das Wohlbefinden nicht spürbar beeinflusst - Es schmeckt zwar, aber gegen die Müdigkeit kann es nichts ausrichten. Vielleicht stärkte es mich innerlich, denn von der Krankheitswelle, die bei uns auf Arbeit derzeit kursierte, blieb ich verschont.
Tag 15: Zum Frühstück gab es ein Brötchen, mittags Nudeln und abends ein Gemüse-Steak auf dem Grill mit gemischtem Salat.
Tag 16: Wir unternahmen einen Ausflug in den Zoo, wo ich mittags nur Pommes und Currywurst aß. Zum Abendessen bemühte ich mich dann wieder und kochte ein Risotto von Cookit, das ich am Vortag gekauft hatte. Mit Pilzen und Frühlingszwiebeln.
Tag 17: An ein Frühstück habe ich wieder nicht gedacht, aber meine Kollegin versorgte das Team heute mit einem Getränk aus frischer Minze und Limetten + Zitronen, was zumindest meinen Flüssigkeitshaushalt auffüllte.
Mittags aß ich nur ein belegtes Brot und abends gab es einen gemischten Salat mit Pizza.
Tag 18: Frühstück fiel heute leider wieder einmal aus. Mittags aß ich Pfannkuchen mit Salat und abends wollte ich mich noch einmal an Süßkartoffelpommes probieren. Dieses Mal informierte ich mich online und erhielt den Tipp, bereits in das Öl Salz zu mischen, damit es den Pommes die Flüssigkeit entziehen kann und sie knusprig werden. Für besondere Knusprigkeit helfe auch Stärkemehl. Stand da, aber meine Pommes wurden leider wieder labbrig, sodass die Kids auf die Reste der Pfannkuchen zurückgriffen. Für mich gab es (labbrige) Süßkartoffelpommes mit Spiegelei und Salat.
Tag 19: Wieder ohne Frühstück aß ich heute Süßkartoffelpommes und Salat zum Mittagessen (ja, die Reste von gestern) und am Abend gab es einen Döner. Meine Malzeiten nahm ich heute immer zwischen Tür und Angel ein, da ich nach der Arbeit erst Mila und dann Annika abholte und dann noch einmal zur Arbeit musste. Abends kam ich auch nur für einen kurzen Moment heim, dann gingen mein Mann und ich ins Theater - auf dem Weg dahin aß ich dann den Döner. To Go.
Tag 20: Heute gab es leckeres Gebäck zum Frühstück - (Meine Kollegen sind immer so fleißig!) und anlässlich unseres Sommerfestes gönnte ich mir bei Hans im Glück einen Hamburger (mit leider wenig Salat). Abends gab es Öko-Nudeln mit selbstgemachter Tomaten-Tofu-Gemüse-Soße.
Tag 21: Der Tag begann trubelig, denn meine Mama und Nichte kamen zu Besuch, doch ihr Flug wurde gecancelt und sie landeten schließlich in Düsseldorf statt in Bonn. Dort holte ich sie mit der Bahn ab und wir aßen zwischendurch nur etwas Obst aus einem Obstbecher. Mittags gab es belegtes Baguette und abends wieder Zucchini-Suppe.
Zusammenfassung nach Woche 3
In dieser dritten Woche fühlte ich mich soweit wohl und ich genoss vor allem das Risotto und die Zucchini-Suppe sehr. Leider kippte das Frühstück meistens wieder hinten über und mein Vorsatz wurde nicht wirklich erfüllt, morgens auch etwas zu mir zu nehmen. Immerhin konnte ich darauf achten, viel Wasser zu trinken.
So langsam geht es auf das Ende meines Gemüse-Projektes zu. Mein Zwischenstand ist, dass täglicher Gemüse-Konsum das Wohlbefinden nicht spürbar beeinflusst - Es schmeckt zwar, aber gegen die Müdigkeit kann es nichts ausrichten. Vielleicht stärkte es mich innerlich, denn von der Krankheitswelle, die bei uns auf Arbeit derzeit kursierte, blieb ich verschont.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Bauprojekt Spielhaus Teil 2 - die Einkaufsliste
Nachdem ich euch hier ja schon verraten habe, was in unserem Garten nach Möglichkeit dieses Jahr noch entstehen soll, geht die Planung unseres Bauprojektes nun in die zweite Runde:
Wir schreiben die Einkaufsliste!
Das Fundament soll ja der Sandkasten bilden. Ob wir diesen so wie er ist verwenden können, sehen wir erst, wenn wir ihn abbauen. Der optische Eindruck im jetzigen Zustand lässt darauf schließen, dass er wohl nicht mehr vollständig zu gebrauchen ist. Die Schaukel ist jedoch noch top in Schuss, hierfür wird also kein Material benötigt.
Für das Kletterhaus wollen wir gehobelte Balken als Rahmen verwenden. Ein Balken ist 3 Meter lang. Gemäß unserer Vorlage brauchen wir dafür also 4 Balken. (4 x 17,37 € = 69,48 €)
Der Zwischenboden wird mit Profilholz verkleidet. Hier kostet die Packung à 1,75 m² 21,01 €.
Hinzu kommt außerdem noch eine Packung Leisten, welche wir aber noch zu Hause herumliegen haben. Hieraus wird die Leiter entstehen, die Unterkonstruktion für das Dach und die Seitenverkleidung, damit Kilian nicht seitlich herausfallen kann. Außerdem finden sich auf unserem Hof noch Unmengen an Buchenholzbrettern, die wir im Sägewerk in der Nachbarschaft haben schneiden lassen. Auch diese lassen sich hervorragend am Kletterturm als Seitenverkleidung verbauen.
Weiterhin brauchen wir eine Anbaurutsche die es z. B. bei EBay gibt. (69,99 €)
In der Bauvorlage besteht eine Seite des Spielturm aus einer abgeschrägten Kletterwand. An einem anderen Spielturm habe ich gesehen, dass diese durch eine alte Europalette ersetzt werden kann. Die kommt man meistens kostengünstig (wenn man Glück hat sogar kostenlos) auf EBay Kleinanzeigen, dem Flohmarkt etc. Hinzu kommen dann die Klettergriffe, die ich auch bei EBay gefunden habe. (12,95 €).
Schrauben, Einschlagmuttern, Winkel und weitere Eisenwaren haben wir teilweise schon (oder noch) zu Hause. Hier wird nur nach Bedarf gekauft, aber ich veranschlage etwa 20,00€.
Wie wir das Dach verkleiden, wissen wir noch nicht genau. Ich denke aber es werden Wellplatten aus PVC oder Faserzement werden. Die gibt es auch in Bunt und wir entscheiden das spontan, je nachdem was unser Baumarkt zu der Zeit im Angebot hat. Die Kosten belaufen sich bei ca. 2 m² Dachfläche auf etwa 25,00 €
Zu guter Letzt brauchen wir noch eine Wetterbeständige Holzlasur, damit Kilian an dem Kletterturm lange Freude haben kann. Diese wird etwa 20€ kosten.
Überschlägt man alle benötigten Komponenten stellt man schnell fest, dass wir in etwa bei einem Kostenrahmen von etwa 240 € liegen. Fertige Spielhäuser, die unserer Vorstellung entsprechen, kosten etwa 320 €. Bei einigen Komponenten lassen sich zwar noch Einsparungen machen, der Sparfaktor ist trotzdem überschaubar.
Je nachdem in welchem Zustand der Sandkasten ist, kann es also sein, dass wir doch nichts im Vergleich zur Neuanschaffung sparen. Wirkliches Sparpotential gäbe es nach unserem Plan auch nur noch, wenn wir z.B. die Rutsche gebraucht kaufen. Da wir sehr ländlich leben ist die Chance auf eine Rutsche in gutem Zustand mit nicht allzu viel Anfahrtsweg nicht sehr hoch.
Für einen Neukauf spricht, dass wir die bisherige Schaukel noch gut gebraucht verkaufen können.
Vorteilhaft am Eigenbau ist, das wir mit der Größe des Spielhauses flexibler sind.
Ich werde euch also demnächst berichten können, ob wir den Eigenbau umsetzen oder uns doch für einen Neukauf entscheiden.
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