Sonntag, 25. Januar 2015

Lalelu, welchen Kitaplatz suchst du?


Oder: Germanys Next Kita-Kind


Gehört ihr zu jenen Menschen, die schon mit Schwangerschaftsbauch verschiedene Kindergärten abgeklappert haben und die Anmeldung vor dem Entbindungstermin dann unter Dach und Fach hatten? Ich nicht.
Mila mit Kindergartenrucksack
Wir befinden uns derzeit auf der Suche für Mila und ich fühle mich wie bei der Studienplatzvergabe. Nur komplizierter, dabei gehts hier um Knirpse... Städtisch, evangelisch, katholisch, integrativ, Elterninitiative ect. – Das Angebot klingt vielzählig, die Plätze sind niederschmetternd gering.


„Schön, dass Sie hier sind, leider haben wir dieses Jahr keine Plätze zu vergeben.“


In Bonn läuft das so: Bis Januar darf man sein Kind für Kita-Plätze in verschiedenen Kitas anmelden und hofft, dass es einen Platz ergattert. Ab August geht es dann in die Kita. Oder halt nicht, wenn man Pech hatte. Zur Anmeldung füllt man einerseits ein Online-Formular aus (im "KigaN") und telefoniert alle KiTas durch für persönliche Termine. Bei denen wird dann andererseits ein weiteres Formular ausgefüllt.
"Wir haben dieses Jahr keinen Kindergartenplatz für dich" - Sind wir hier bei Germanys Next Kita-Kind? Sollte man einführen! Man hat das ja schon gehört mit der schlechten Betreuungssituation in Deutschland, aber wenn man neben sechs Kitas wohnt, glaubt man das erst, wenn man bei den Kitas vorstellig wird. „Wir haben sechs freie Plätze und 200 Anmeldungen.“ Das ist doch ein tolles Fernsehkonzept. RTL, wo seid ihr? Ich sehe schon die Kleinkinder vor mir, die den Juroren präsentieren, warum gerade sie einen Platz verdient haben!


Ernsthaft: Selbst in der Uni-Kita bekomme ich als Mitarbeiterin keinen Direkt-Platz. Puh! Ob Mila wohl in der Show gewinnen würde? Für uns heißt es erstmal Abwarten. Den Kindergartenrucksack haben wir aber schon mal, schließlich zählen wir zu den Optimisten.


Wie seid ihr an einen Betreuungsplatz gekommen?

Mittwoch, 7. Januar 2015

Über die Verlagerung der Ängste - eine Art Netzfundstück

Dieser Blogpost ist inspiriert von einem WhatsApp Chat mit einer lieben Freundin, die gerade dabei ist ihr zweites Kind zur Welt zu bringen. Ich drücke dir alle Daumen, auch wenn du das jetzt sehr wahrscheinlich nicht liest :D

Wovor hat man Angst, wenn man Mitte 20 und gesund ist, mitten im Leben steht, vielleicht sich gerade nach dem Studium / der Ausbildung beruflich orientiert. Worüber macht man sich Gedanken? Geld? Erfolg? Die Suche nach der großen Liebe? Die Zukunft?

Wenn ich zurück blicke und mir die Sachen ins Gedächtnis rufe, die mir vor, sagen wir... 2 Jahren Angst gemacht haben, muss ich mich selbst ein wenig belächeln, so unscheinbar kommen mir diese Ängste vor.

Heute, mit Kind und Mann, gibt es nur noch wenige Sachen, die mir wirklich Angst machen.

"Ein krankes Kind ist das Schlimmste was es gibt!" Ein Satz, den man von Müttern regelmäßig hört. Auch eine kleine Erkältung treibt einer Mutter die Sorgenfalten auf die Stirn. Bei jeder verstopften Nase leidet man mit. 
Doch was müssen Mütter fühlen, deren Kinder unheilbar krank sind und vielleicht schrecklich Schmerzen erleiden müssen. Was macht man durch, wenn man sein Kind sterben sieht? Ich möchte es mir gar nicht ausmalen. 
Die Angst davor, irgendwann eine schreckliche Diagnose zu bekommen, begleitet einen unterschwellig bei jedem Wehwehchen.

Aber auch die Angst vor dem eigenen Tod und dem des Partners rücken erheblich in den Vordergrund. Ich habe meinem Mann wohl noch nie so oft gesagt, er solle vorsichtig fahren, wie seitdem unser Sohn auf der Welt ist.

Ich persönlich kann mir kaum etwas schlimmeres vorstellen, als mein Kind allein auf der Welt zu lassen, bevor es irgendwann in 60 - 80 Jahren dafür bereit ist. 
Allerdings kann ich mir auch mein Leben nicht mehr ohne meinen Sohn vorstellen.

In diesem Sinne möchte ich euch am "Netzfundstück"-Mittwoch immerhin noch eine Internetseite zeigen, die mir sehr am Herzen liegt


Felix ist 7 Monate alt und an Leukämie erkrankt. Noch immer sucht er nach einem Stammzellenspender. Wenn ihr noch nicht bei der DKMS registriert seid, würde ich mich freuen, wenn ihr euch registriert und vielleicht so ein Spender gefunden wird! Umso mehr Menschen registriert sind, desto größer sind die Chancen einen Spender zu finden. Die Registrierung ist unkompliziert und für euch kostenlos. Das Testset könnt ihr euch hier bestellen!

Vielleicht braucht ihr irgendwann selber einen Helden!? Heute könntet ihr einer sein!

Also los gehts!

Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein!

Sonntag, 4. Januar 2015

Leseecke: Er liebt, sie liebt, es schreit

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Unter unseren Blog-Lesern möchte ich "Er liebt, sie liebt, es schreit" gerne verlosen. Schickt eine E-Mail mit eurer Adresse an: mutterfreunde@web.de 
Einsendeschluss ist der 30. Januar. Viel Glück! 
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Neuerdings diskutiere ich oft mit meinem Mann darüber, was "kurzweilig" bedeutet und es fällt mir zu "Er liebt, sie lievt, es schreit" wieder ein. Ich würde den Roman als "kurzweilig" beschreiben und meine das keineswegs negativ. 

Als Beispiel für das Wort listet der Duden "ein kurzweiliges Buch" und nennt die Bedeutung: "unterhaltsam". Das trifft es gut! Mein Mann sagt: "belanglos". Ich sage: Der Roman von Nick Spalding unterhält und macht Spaß. 



Worum geht´s:
In einem ersten Teil ("Er liebt, sie liebt") finden Laura und Jamie zusammen. In der Fortsetzung passiert folgendes: Sie wird schwanger! Völlig ungeplant und unerwartet trifft die beiden Liebenden dieses Schicksal. Als sich Laura bei einem Vorstellungsgespräch übergeben muss, verdrängt sie den Gedanken an eine Schwangerschaft noch, aber ein kurz darauf gemachter Test lässt sich nicht wegschütteln. Und Laura findet es... scheiße.
"Wenn man gerade den Schock seines Lebens bekommen hat und man sich eine Stunde später trotzdem noch einen Ast lacht, kann die Lage nicht so schlimm sein.
Oder?"

Doch, das kann sie. 
Jamie steht nicht anders zu der neuen Situation, trotzdem stellen sie sich dem Schicksal und werden Eltern. Laura erlebt nicht die normalen Gefühlsduseleien einer Schwangeren, sondern fühlt sich wie im Film "Alien". Ein Parasit macht sich in ihrem Körper breit. Panisch denkt sie an den Geburt und heulend starrt sie ihr fettes Spiegelbild an... Ist ihr Leben zu Ende?

Der Roman schlängelt sich heiter von einer zur nächsten Anekdote und endet mit dem ersten Geburtstag von Poppy. Ja, das Kind heißt echt Poppy... Jedenfalls fand ich das frühe Ende schade, schließlich hätte ich das Teufelchen vom Cover gerne noch genauer kennengelernt. Ob sich Spalding Platz für einen dritten Teil lassen wollte?

Im Roman schreiben die beiden Liebenden abwechselnd: Laura verfasst Briefe an ihrere verstorbene Mutter und Jamie bloggt. Dabei sind sie echt witzig, beweisen Humor und Liebe, egal, was wieder einmal schief lief. Und jede Menge läuft schief.

Fazit: Leicht und humoristisch fängt Spalding seine Leser ein und ist dabei erstaunlich wenig klischeehaft! Ich fand den Roman echt... kurzweilig!

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Unter unseren Blog-Lesern möchte ich den Roman gerne verlosen. Schickt eine E-Mail mit eurer Adresse an: mutterfreunde@web.de
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