Dienstag, 3. Februar 2015

Was kostet ein Kind? (Schokominza)

Über Geld spricht man nicht? Wir schon. Solina hat den Anfang gemacht und die Kosten für ihren Sohn zusammengetragen (hier könnt ihr nachlesen). Heute lege ich unsere Finanzen offen: Wie viel haben wir für unsere Töchter (21 Monate und 4 Monate alt) im Januar ausgegeben?



Essen für Mila: 101,87 €
Das entspricht einem Drittel unserer Gesamtausgaben für Essen (305.62€). Da sie schon normal mit uns isst, lässt es sich nicht anders aufschlüsseln. Wir kaufen manche Lebensmittel im Bioladen, dann sind diese etwas teurer und ansonsten sind Aldi und Norma unsere Anlaufstellen.

Milchpulver: 9,49€
Als Reserve haben wir diesen Monat auch Milchpulver gekauft, damit mein Mann darauf zurückgreifen kann, wenn ich nicht da bin und die Muttermilch ausgehen sollte.

Windeln, Feuchttücher: 23,08€
Diesen Posten wollen wir endlich minimieren und steigen demnächst auf Stoffwindeln um. Ich freue mich, dass Lerche dazu gestern gepostet hat, da sind viele nützliche Informationen für mich dabei! (hier)

Pflege: 1,80€
Darunter fallen diesen Monat Zahnbürsten und Zahnpasta für Mila.

Schnuller: 5,79€
Bei uns verschwinden Schnuller wie bei anderen Leuten Socken!

Trinkhalmbecher: 3,49€
Für unterwegs finde ich einen Trinkhalmbecher für Mila mittlerweile schöner als die Babyflaschen.

Fotos: 2,97€
Für Annikas Babybuch habe ich mir ein paar Schnapschüsse bestellt.

Spielzeug: 237,90€
Der Posten erscheint groß, umfasst aber vor allem Spiel-Möbel: Tisch und Stühle von Verbaudet und einen Pikler-Kletterbogen (hier habe ich ihn vorgestellt) gab es im Januar. Damit hat Mila definitiv erstmal genug Spielzeug! 

Unser Pikler-Kurs: 40€

Kleidung: 66€
Darunter fallen ein paar Winterstrumpfhosen von dm und Liebhaberkleidungsstücke, die ich von Sophie gekauft habe (hier ist ihr Shop).


Medikamente: 10,50€
Nach Annikas Impfung haben wir vorsorglich Fieberzäpfchen gekauft. Mila hatte eine kleine Erkältung und wir kauften ihr Hustensaft.
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Gesamt: 502,98 € für zwei Kinder

Montag, 2. Februar 2015

Von Stoffipos und Blümchenhintern: Die Stoffwindel - Gastbeitrag von Lerche



Wegwerfwindeln haben viele Vorteile. Wer aber trotzdem gerne die Müllberge reduzieren, ein wenig Geld sparen, für wen Windelfrei dann doch eine zu große Herausforderung ist und wer zudem auf tolle Designs steht, für den sind Stoffwindeln eventuell eine Alternative.

   


Wie ich dazu kam

Im Studium, Vorlesung über Krippenpädagogik, fand ein Seminar zur Säuglingspflege statt. Als das Thema „Stoffwindeln“ aufkam, hatte ich als gelangweilte Studentin nichts besseres zu tun, als mal selbst zu googeln. Und plötzlich fand ich mich inmitten schöner Designs und vieler Systeme wieder. Das alles wirkte viel weniger anstrengend und mühsam, als ich es im Kopf hatte. Kein Falten, kein kochen, keine Klammern, keine dick eingepackten Babys. Ab da war klar: Das wird zumindest versucht. 
- Inzwischen ist mein Stoffi-Po-Besitzer übrigens fast 7 Monate alt -  

Wo man sich für den Anfang informieren kann

Vorab: Jede Seite, die sich mit dem Thema befasst, hat eine eigene „Färbung“. Die einen legen mehr Wert auf preisgünstige Varianten, andere bevorzugen Bio und dritte wollen nur die eigenen Marken an die Person bringen. Entsprechend fährt man gut, wenn man Seiten mischt
Ich bin mit www.naturwindeln.de eingestiegen und habe mir einige Zusatzinfos auf www.stoffwindelcompany.at besorgt. 
Sehr hilfreich ist auch der Stoffwindel-Chat auf Facebook. Der Chat ist vor allem dann zu empfehlen, wenn man schon ein wenig angefangen hat und während dessen Fragen auftauchen. Ein umfassender Blog ist www.windelwissen.de , auch wenn die dort beworbene Waschmittel-Variante kritisch diskutiert wird. Wer es englisch mag, geht auf http://www.fluffloveuniversity.com/ und weiß es dann ganz genau
Ansonsten gibt es in Foren wie www.stillen-und-tragen.de oder https://community.rabeneltern.biz/ auch jeweils Unterforen für die Stoffwindelnutzer.



Wo man die Stöffchen besorgt


1.      Internet ist auch hier dein Freund. Es gibt zahlreiche Seiten mit zahlreichen Systemen. Exemplarisch einige davon, mit denen auch ich eingestiegen bin.
2.      Wer Geld sparen will, der kauft Windeln gebraucht. Der Vorteil: Bei Naturmaterialien entfällt oft das Einwaschen, das nötig ist, um die volle Saugkraft herzustellen. Außerdem sind gebrauchte Windeln deutlich günstiger. Auch hier lohnt sich ein Blick auf Facebook, die diversen Flohmärkte der einzelnen Foren und Seiten, aber auch bei www.mamikreisel.de oder auf www.kleinanzeigen.ebay.de  findet man immer wieder Schnäppchen.
3.      Vereinzelt gibt es auch Läden, die Stoffwindeln anbieten. So gehört www.hug-and.grow.de beispielsweise zu einem Laden in Berlin. 


Welche Systeme es gibt

Ein großes Thema, zu dem sich nicht umsonst ein Nebenberuf etabliert: Der Stoffwindelberater. Stoffwindelberater helfen euch, bei all den Systemen das Richtige für euch, euer Kind und euren Tagesablauf zu finden.
Nicht zuletzt aus Platzgründen, beschränke ich mich auf die Windeln, die ich tatsächlich nutze, die Systeme also, die am Besten zu uns passen. Es gibt einige mehr, die auch noch günstiger sind (Bindewindeln beispielsweise), über die ich aber nicht viel sagen kann.

Grundsätzlich sind die meisten unserer Windeln OneSize, das heißt, sie passen die ganze Wickelzeit über. Angepasst wird mit Druckknöpfen oder Klett. Teilweise haben wir auch Two-Size, das heißt, eine unterschiedliche Größe für die Kleinsten, eine für die Größeren bis zum Ende



 
 
All-In-One
Unsere Schnell-Mal-Zwischendurch-Windel. Anzulegen wie Wegwerfwindeln, wandert auch als Ganzes in die Wäsche, auf die Leine und wieder ans Kind. Damit kann quasi jeder wickeln, aber sie sind verhältnismäßig teuer. 
Hier sind PUL, ein weiches, atmungsaktives, wasserabweisenes Material und eine Saugschicht fest vernäht.
Neu zahlt man ab 13,90 € (Blümchen) bis zu beinahe 30€ (Blueberry Simplex Sonderedition) und sicher noch viel mehr. Außerdem summiert sich ziemlich schnell viel Wäsche in der Tonne. Mit ungefähr 24 Windeln wäre man damit voll ausgestattet.





Höschenwindel und Überhose
Unsere Nachtkombination. Die Windelhose besteht vollständig aus saugendem Material, darüber kommt eine atmungsaktive Überhose, die die Kleidung vor Nässe schützt. Durch die ordentliche Menge an Saugmaterial, hält eine gute Nachtwindel bis zu 14 Stunden am Kind durch, abhängig vom Material, das verarbeitet wurde.
Klassiker sind dabei zum Beispiel die Totsbots Bamboozle und die HuDa Bambus, derzeit etablieren sich aber auch Anavy und Ecoposh (und viele weitere). Je nachdem, wie viel das Kind nachts pinkelt, kann man Zusatzeinlagen aus anderen Materialien dazu packen.
Manche wickeln mit diesem System auch tagsüber, uns war es aber zuviel Stoff am Kind und damit ein zu dicker Po. Wir haben derzeit sechs Nachtwindeln und fahren damit gut.
Als Überhose wird wahlweise eine „normale“ (siehe nächster Punkt) verwendet oder eine bequemere Schlupfvariante. Auch Wolle wie zu Omas Zeiten findet hier Verwendung.















Überhose und Einlagen
Nach langem Versuchen unser Standard. In eine Überhose (in unserem Fall immer mit Laschen, die die Einlagen etwas fixieren) werden je nach Bedarf unterschiedliche Einlagen hineingelegt. Das kommt dann ans Kind. Je nach gewünschter Saugstärke, kombinieren wir unterschiedliche Materialien. In der Wäsche landet jeweils nur die Einlage, die Überhose wird ausgewischt, gelüftet und kann wieder verwendet werden, sofern sie keinen Kontakt mit den gröberen Hinterlassenschaften hatte.
Die Überhosen sind aus PUL, sehen chic aus und sind nicht irre teuer, außerdem trocknen sie auf der Leine schnell. Die Einlagen sind verhältnismäßig günstig und schnell gewaschen wie getrocknet. Theoretisch kann man als Einlage übrigens auch Waschlappen, Mullwindeln oder Gästehandtücher benutzen.


Und welches System sollen wir jetzt nutzen?


Je nachdem, welche Kriterien für euch besonders wichtig sind.

Kostenpunkt
Enorm günstig sind alle Windeln, die noch relativ viel Handarbeit verlangen – Mullwindeln, Bindewindeln und so weiter. Je spezieller sie gefertigt werden, umso mehr muss man dafür zahlen. So kostet ein Komplettpaket Blueberry Simplex beispielsweise knapp 500€. Sofern man nicht „süchtig“ nach den tollen Motiven und Materialien wird, kann man aber auch mit 6 Überhosen und genug Einlagen ausreichend wickeln.

Unsere konkreten Ausgaben dürften über den Daumen gepeilt für den Grundstock etwa 390€ sein, zusammengesetzt aus 110 für Überhosen, 210 für Einlagen und Nachtwindeln und 30 für Zubehör, wie Wetbag oder Wäschenetz. Da mir aber so viele schöne Windeln über den Weg laufen, ist der Gesamtwert eher höher. Zum Vergleich: Für Wegwerfwindeln zahlt man bei einem Wickelkind in der gesamten Wickelzeit etwa 900€. Da Stoffwindeln für mehr als ein Kind genutzt werden können, wird es deutlich günstiger.

Einen Anstieg an Strom- oder Wasserkosten konnten wir in diesem Jahr noch nicht feststellen, wir haben stattdessen eine Rückzahlung bekommen. Der zusätzliche Waschmittelverbrauch fällt bei zwei zusätzlichen Maschinen die Woche kaum ins Gewicht.

Größe des Hinterns
Manche Windeln machen einen schmalen Po, andere tragen mehr auf. Höschenwindeln zum Beispiel wirken oft wuchtig, vor allem, wenn man sie mit Wollüberhosen kombiniert. Das ist aber Geschmackssache und stört die Kinder meist nicht.

Passform
Da muss man tatsächlich ein wenig probieren. Nicht jede Windel passt jedem Kind gut und da sich die Proportionen verschieben kann es passieren, dass manchmal die eine, manchmal die andere Marke besser passt.

Trockenmöglichkeiten
Wenn man keinen Trockner besitzt, so wie wir, brauchen manche Windeln vor allem im Winter sehr lang zum Trocknen. Vor allem gut saugende All-in-One oder Höschenwindeln neigen dazu, sehr lange auf der Leine zu hängen. Wir haben hier aber dennoch alles in maximal 24 Stunden getrocknet.

Design
Sicher nicht das schlechteste Kriterium. Lieber Uni oder wild gemustert? Schlicht oder verspielt? Retro oder modern? Jede Firma hat ein wenig ihren eigenen Stil. Wir mischen auch aus diesem Grund die Marken bunt. Übrigens: Bei der Windelmanufaktur und anderen Herstellern, die nur auf Bestellung fertigen, gibt es auch Windeln aus Tragetuchstoff.

Klett oder Snaps/Druckknopf
Klett lässt sich besser anpassen, verhakt aber mit anderer Wäsche, fusselt, wird grau und manche Kinder lernen schnell, sie aufzumachen.
Druckknöpfe sind stabil und halten ewig, dafür braucht das Verschließen etwas Übung und der Passform sind Grenzen gesetzt.

Naturmaterial oder Kunstfaser
Bei allen All in Ones und auch den meisten anderen (bunt gemusterten) Systemen, wird PUL verwendet, ein wasserabweisendes, atmungsaktives Material, das Herzstück modernder Windelsysteme. Bei den innen verarbeiteten Saugmaterialien beziehungsweise Einlagen ist mehr Vielfalt möglich: Naturfasern wie Hanf, Baumwolle oder Bambusviskose, aber auch Kunstfasern wie ZORB, Minky oder Mikrofaser finden hier Verwendung. Oft wird auch eine Trockenschicht aus Fleece aufgelegt, um das Windelinnere relativ trocken zu halten.
Wer es ganz natürlich mag, wird vielleicht Wollhosen bevorzugen, die bei uns die Nachtlösung sind.
Natürlich gibt es Einlagen und Wollüberhosen auch wieder in Bio-Qualität.

Herstellungsort
Auch bekannte Firmen produzieren in China, aber es gibt auch die, die tatsächlich innerhalb der EU fertigen oder zumindest in den USA bleiben. 


 


Die Sache mit der Wäsche

Im Internet kursieren die kuriosesten Methoden, Stoffwindeln möglichst schonend zu waschen. Man will bei den wertvollen Teilen natürlich auch nichts kaputt machen. 
Hier mal unsere Waschroutine:
Alle 2-3 Tage ist der Windeleimer voll genug, um eine Waschmaschine damit ausreichend zu füllen. Der Windeleimer bleibt die ganze Zeit über offen, so gammelt und stinkt nichts. Wir haben zu diesem Zweck eine normale Oskartonne mit einem Wäschenetz behängt. Das große Geschäft haben wir, sofern in der Windel etwas war, mit einem Tuch herausgeholt und direkt im Klo entsorgt. Man könnte es auch über der Schüssel ausschütteln. Andere benutzen zu diesem Zweck ein Wegwerfvlies direkt in der Windel, das Söhnchen hier aber nicht verträgt.
Die Überhosen kommen, sofern sie nur nach Urin riechen, einfach in die normale Hauswäsche. Wenn sie richtig dreckig sind, wandern sie mit in die Windelwäsche.
Dann packe ich die Windeln (samt offenem Wäschenetz) in die Maschine und schalte erstmal ein 15-minütiges Spülprogramm ein, bevor sie im Anschluss mit Waschmittel im 60-Grad Programm mit Zusatz-Spülen (manche Maschinen brauchen auch Wasser plus)  gewaschen werden. Das Waschmittel sollte vor allem frei von Cellulase (noch besser völlig enzymfrei), Kieselgur  und Inhaltsstoffen, auf die das Kind allergisch reagiert, sein. Theoretisch kann man auch jedes andere Waschmittel nehmen, dann halten manche Einlagen aber vermutlich keine drei Kinder lang.
In den USA nimmt man wohl das Pendant zu Persil beziehungsweise Ariel. Völlig Tabu ist Weichspüler. Wir verwenden das DM Feinwaschmittel (Pulver), haben aber auch schon Domol Sensitiv, Ulrichs und Potion, ein spezielles Windelwaschmittel, ausprobiert. 

Fragerunde - die üblichen Verdächtigen mit Erfahrungswerten kurz beantwortet

 Und wie macht man das Unterwegs?
Wir haben einen sogenannten „Wetbag“, eine verschließbare Tasche aus PUL, in die die benutzten Einlagen oder All-in-Ones gepackt werden. Der schließt geruchs- und feuchtigkeitsdicht. Der Windelwechsel selbst funktioniert wie bei Wegwerfwindeln auch, weil wir die Windeln zu Hause vorbereitet haben oder All-in-Ones nutzen.

Laufen die nicht aus?
Ein ganz klares nein. Wir hatten mit Wegwerfwindeln mehr Auslaufunfälle, als mit jeder Stoffi. Nur bei den Schlupfüberhosen ist passformbedingt ein wenig Vorsicht geboten. Dafür ist selbst bei den schlimmsten Muttermilchstuhlexplosionen niemals irgendetwas den Rücken hochgewandert oder über die Seiten gequollen.
Tagsüber wickeln wir alle ungefähr alle 2-3 Stunden oder bei Stinkbombenalarm, nachts bleibt die Windel 12-13 Stunden am Kind.
Je nach Bedarf können wir die Windel tagsüber mit Hanfeinlagen auch anpassen, damit sie ein wenig länger hält. Aber da wir ohnehin lieber häufiger als seltener wickeln, gibt es bei uns wohl nur dann ein Problem, wenn der kleine Mann nach oben pinkelt.
Allerdings saugt nicht jedes System gleich gut. Bei den All-in-One sind vor allem PopIn Bambus, Totsbots Easyfit BOB, Blueberry Deluxe und Bumgenius Elemental besonders saugstark, unter den Höschenwindeln fährt man mit Anavy, Petit Lulu, Totstbots Bamboozle oder HuDa Bambus besonders gut. Bei Überhosen mit Einlagen entscheidet ihr durch die Einlagenwahl, wie lange es halten soll.

Behindert das die Kinder nicht in ihrer motorischen Entwicklung?
Ich habe dazu keine Studien finden können, habe also hier nur meinen Einzelfall und ein paar nicht objektive Berichte. Aus diesen zusammengeklaubten Erfahrungen: Nein, eigentlich nicht. Ein sehr, sehr dickes Paket könnte dazu führen, dass manche Schritte anders angegangen werden müssen oder mehr Kraft benötigen, aber meistens wickelt man doch heute eher dünn und unauffällig.
Hier passen sogar alle Hosen in normalen Größen. Selbst mit Jeans haben wir kein Problem.

 

Mein persönliches Fazit

Für uns und unsere kleine Familie passen die Stoffwindeln einfach super. Ganz zu Anfang haben wir Wegwerfwindeln und Stoffis abwechselnd verwendet, um zu sehen, ob es tatsächlich etwas für uns ist, aber uns wurde schnell klar, dass wir weder diese Müllberge, noch den Geruch (ja, Stoffis riecht man weniger) oder die ständieg Nachkauferei länger haben wollen. Zudem erhoffen wir uns, dass es uns die Haut im Windelbereich dankt – einen Ausschlag haben wir einem Einlagenwechsel besser in den Griff bekommen, als mit der verzweifelten Nutzung von Wegwerfwindeln.
Und es ist dabei geblieben: Ich liebe die Designs, ich mag es, die Windeln nach unserem Bedarf selbst „stopfen“ zu können und Mini scheint mit dieser Lösung gut zurecht zu kommen. Bei Kind Nr.2 werden wir wohl von Anfang an ganz bei Stoff sein und uns dann auch mal an das gefürchtete „Windelorigami“ wagen. Bisher konnten wir uns darum erfolgreich drücken.


Was ist eure Meinung zu Stoffwindeln? Veralteter Kram für durchgedrehte Ökos? Eine Alternative, aber einfach zu kompliziert? Oder doch eine Überlegung wert?

Sonntag, 1. Februar 2015

Was kostet ein Kind? (Kilian)

Kinder kosten Geld. Wie viel ist einem sogar als Mutter eigentlich so gar nicht recht bewusst. Man bezahlt einfach und wundert sich am Ende des Monats nur, wo das ganze Geld hin ist.

Deshalb war es auch für uns spannend, im Januar alle Kosten zu sammeln und aufzulisten.

Heute mache ich den Anfang euch zu zeigen, was ein 15-Monate alter Junge kostet.

Kleidung: 75,80 €
Da uns Größe 80 langsam zu knapp wurde und diverse Oberteile und Unterwäsche schon anfingen zu kneifen, mussten wir etliche Kleidungsstücke neu beschaffen. Weihnachten hat uns dabei sehr in die Karten gespielt. Von der Verwandschaft und Freunden gab es so schon ein neues Sortiment an Oberteilen in Größe 86. Wir mussten uns also nur auf Unterwäsche, Hosen, Jacken, Schlafanzüge und Strumpfhosen konzentrieren. Außerdem war mehrere Paar neuer Schuhe fällig. Hier haben wir im Winterschlussverkauf einen absoluten Schnapper für 5,95 € gemacht. Ich kann es selbst noch nicht glauben. Hausschuhe brauchen wir durch den Kindergarten allerdings doppelt.
Im Gesamtbetrag ist aber natürlich auch das ein oder andere Kleidungsstück enthalten, dass ich einfach haben musste, weil ich es so niedlich fand!


Nahrung: 67,84 €
Da Kilian größtenteils noch seine eigenen Lebensmittel verzehrt, hat er auch einen eigenen Posten an Kosten für Nahrungsmittel. Hier enthalten sind Obst, Müsli, Haferflocken, diverse Snacks für unterwegs und Kindergarten wie Hirsekringel, Reiswaffeln und Dinkelstangen. Aber auch Mineralwasser (wir trinken gefiltertes Leitungswasser. Aufgrund der schlechten Wasserwerte will ich das meinem Kind aber nicht zumuten) und Milch.
Nachts trinkt Kilian immernoch mindestens zwei Flaschen. Ich muss also auch weiterhin Milchnahrung zuhause haben.


Windeln: 52,62 €
Sowohl für zu Hause, als auch für den Kindergarten musste ich einen Vorrat an Windeln beschaffen. Der Preis entspricht 4 Packungen Tageswindeln à 36 Stück und 1 Packung à 70 Stück, sowie einer Großpackung Pampers Baby Dry für die Nacht.


Pflege: 8,49 €
Der kleinste Posten, da wir nicht viel Pflege verwenden und das was wir kaufen sich nur gemächlich aufbraucht. Enthalten sind neue Zahnbürsten, Mittel zur Zahnungshilfe und Feuchttücher.


Spielzeug: 30,40 €
Spielzeug gibt es bei uns auch "außer der Reihe". Im Januar waren es ausschließlich Bücher (Gute Nacht Geschichten, Die kleine Raupe Nimmersatt, Der Maulwurf der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat). Ich hatte gehofft, einige der Bücher zu Weihnachten zu bekommen, da Kilian sehr gerne mit mir liest.


Kindergarten: 146,00 € + 37,00 € Essengeld
Und schwupp ist das Kindergeld in Luft aufgelöst. In den 37,00 € Verpflegungspauschale sind sowohl die Mittagsmahlzeiten, Getränke, sowie ein Frühstück im Monat enthalten.

Auch wenn es für uns viel Geld ist, bin ich trotzdem jedes Mal erstaunt, wie viel andere Eltern für die Unterbringung in einer Kindertagesstätte bezahlen müssen.


Unternehmungen: 21,43 €
Unsere Unternehmungen, zumindest die die Geld kosten, beschränken sich aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse und Krankheitslage auf Fahrten zu Oma und Opa. Ansonsten sind wir völlig kostenlos zu Fuß mit dem Hund im Wald unterwegs. Am 30. Januar haben wir noch gute Freunde in Südthüringen besucht, die im Dezember ein Baby bekommen haben. Auch die Spritkosten hierfür habe ich mit eingerechnet.


Alles in allem habe ich im Januar 439,58 € für mein Kind ausgegeben, was annähernd unserer Kreditrate für unser Haus entspricht. Ich denke, dass dies einen guten Durchschnitt aller Monate darstellt. Unser Kindergeld geht komplett für den Kindergarten "drauf". Wirklich sparen könnte ich hierbei nur am Spielzeug oder der Kleidung. Beide Posten fallen zum Glück nicht jeden Monat an.

Als nächstes zeigt euch Schokominza, was ihre beiden Töchter sie kosten.

Besonders interessiert mich, was ihr so für eure Betreuungsplätze bezahlt. Also kommentiert doch bitte mit eurem Wohnort und den monatlichen Kosten.