Über Geld spricht man nicht? Wir schon. Solina hat den Anfang gemacht und die Kosten für ihren Sohn zusammengetragen (hier könnt ihr nachlesen). Heute lege ich unsere Finanzen offen: Wie viel haben wir für unsere Töchter (21 Monate und 4 Monate alt) im Januar ausgegeben?
Essen für Mila: 101,87 €
Das entspricht einem Drittel unserer Gesamtausgaben für Essen (305.62€). Da sie schon normal mit uns isst, lässt es sich nicht anders aufschlüsseln. Wir kaufen manche Lebensmittel im Bioladen, dann sind diese etwas teurer und ansonsten sind Aldi und Norma unsere Anlaufstellen.
Milchpulver: 9,49€
Als Reserve haben wir diesen Monat auch Milchpulver gekauft, damit mein Mann darauf zurückgreifen kann, wenn ich nicht da bin und die Muttermilch ausgehen sollte.
Windeln, Feuchttücher: 23,08€
Diesen Posten wollen wir endlich minimieren und steigen demnächst auf Stoffwindeln um. Ich freue mich, dass Lerche dazu gestern gepostet hat, da sind viele nützliche Informationen für mich dabei! (hier)
Pflege: 1,80€
Darunter fallen diesen Monat Zahnbürsten und Zahnpasta für Mila.
Schnuller: 5,79€
Bei uns verschwinden Schnuller wie bei anderen Leuten Socken!
Trinkhalmbecher: 3,49€
Für unterwegs finde ich einen Trinkhalmbecher für Mila mittlerweile schöner als die Babyflaschen.
Fotos: 2,97€
Für Annikas Babybuch habe ich mir ein paar Schnapschüsse bestellt.
Spielzeug: 237,90€
Der Posten erscheint groß, umfasst aber vor allem Spiel-Möbel: Tisch und Stühle von Verbaudet und einen Pikler-Kletterbogen (hier habe ich ihn vorgestellt) gab es im Januar. Damit hat Mila definitiv erstmal genug Spielzeug!
Unser Pikler-Kurs: 40€
Kleidung: 66€
Darunter fallen ein paar Winterstrumpfhosen von dm und Liebhaberkleidungsstücke, die ich von Sophie gekauft habe (hier ist ihr Shop).
Medikamente: 10,50€
Nach Annikas Impfung haben wir vorsorglich Fieberzäpfchen gekauft. Mila hatte eine kleine Erkältung und wir kauften ihr Hustensaft.
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Gesamt: 502,98 € für zwei Kinder
Willkommen auf unserem Mutti-Blog. Was zunächst als anonymes Hilfegesuch in einem Klamottenforum begann, hat sich zu Freundschaft entwickelt. Unterschiedlicher könnten wir kaum sein, doch uns verbindet die Liebe zu unseren Kindern. Auf diesem Blog schreiben wir für euch Erfahrungsberichte, Reviews, lustige und auch traurige Geschichten aus dem Alltag mit Kind. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
Dienstag, 3. Februar 2015
Montag, 2. Februar 2015
Von Stoffipos und Blümchenhintern: Die Stoffwindel - Gastbeitrag von Lerche
Wegwerfwindeln haben viele Vorteile. Wer aber trotzdem gerne die Müllberge reduzieren, ein wenig Geld sparen, für wen Windelfrei dann doch eine zu große Herausforderung ist und wer zudem auf tolle Designs steht, für den sind Stoffwindeln eventuell eine Alternative.
Wie ich dazu kam
Im Studium, Vorlesung über Krippenpädagogik, fand ein
Seminar zur Säuglingspflege statt. Als das Thema „Stoffwindeln“ aufkam, hatte
ich als gelangweilte Studentin nichts besseres zu tun, als mal selbst zu
googeln. Und plötzlich fand ich mich inmitten schöner Designs und vieler
Systeme wieder. Das alles wirkte viel weniger anstrengend und mühsam, als ich
es im Kopf hatte. Kein Falten, kein kochen, keine Klammern, keine dick
eingepackten Babys. Ab da war klar: Das wird zumindest versucht.
- Inzwischen ist mein Stoffi-Po-Besitzer übrigens fast 7 Monate alt -
Wo man sich für den Anfang informieren kann
Vorab: Jede Seite, die sich mit dem Thema befasst, hat eine
eigene „Färbung“. Die einen legen mehr Wert auf preisgünstige Varianten, andere
bevorzugen Bio und dritte wollen nur die eigenen Marken an die Person bringen.
Entsprechend fährt man gut, wenn man Seiten mischt
Ich bin mit www.naturwindeln.de
eingestiegen und habe mir einige Zusatzinfos auf www.stoffwindelcompany.at besorgt.
Sehr hilfreich ist auch der Stoffwindel-Chat auf Facebook. Der Chat ist vor
allem dann zu empfehlen, wenn man schon ein wenig angefangen hat und während
dessen Fragen auftauchen. Ein umfassender Blog ist www.windelwissen.de , auch wenn die dort beworbene Waschmittel-Variante
kritisch diskutiert wird. Wer es englisch mag, geht auf http://www.fluffloveuniversity.com/ und weiß es dann ganz genau
Ansonsten gibt es in Foren wie www.stillen-und-tragen.de oder https://community.rabeneltern.biz/ auch jeweils Unterforen für die Stoffwindelnutzer.
Wo man die Stöffchen besorgt
1. Internet
ist auch hier dein Freund. Es gibt zahlreiche Seiten mit zahlreichen Systemen.
Exemplarisch einige davon, mit denen auch ich eingestiegen bin.
2. Wer
Geld sparen will, der kauft Windeln gebraucht. Der Vorteil: Bei
Naturmaterialien entfällt oft das Einwaschen, das nötig ist, um die volle
Saugkraft herzustellen. Außerdem sind gebrauchte Windeln deutlich günstiger.
Auch hier lohnt sich ein Blick auf Facebook, die diversen Flohmärkte der
einzelnen Foren und Seiten, aber auch bei www.mamikreisel.de
oder auf www.kleinanzeigen.ebay.de findet man immer wieder Schnäppchen.
3. Vereinzelt
gibt es auch Läden, die Stoffwindeln anbieten. So gehört www.hug-and.grow.de beispielsweise zu
einem Laden in Berlin.
Welche Systeme es gibt
Ein großes Thema, zu dem sich nicht umsonst ein Nebenberuf
etabliert: Der Stoffwindelberater. Stoffwindelberater helfen euch, bei all den
Systemen das Richtige für euch, euer Kind und euren Tagesablauf zu finden.
Nicht zuletzt aus Platzgründen, beschränke ich mich auf die
Windeln, die ich tatsächlich nutze, die Systeme also, die am Besten zu uns
passen. Es gibt einige mehr, die auch noch günstiger sind (Bindewindeln
beispielsweise), über die ich aber nicht viel sagen kann.
Grundsätzlich sind die meisten unserer Windeln OneSize, das
heißt, sie passen die ganze Wickelzeit über. Angepasst wird mit Druckknöpfen
oder Klett. Teilweise haben wir auch Two-Size, das heißt, eine unterschiedliche
Größe für die Kleinsten, eine für die Größeren bis zum Ende
All-In-One
Unsere Schnell-Mal-Zwischendurch-Windel. Anzulegen wie
Wegwerfwindeln, wandert auch als Ganzes in die Wäsche, auf die Leine und wieder
ans Kind. Damit kann quasi jeder wickeln, aber sie sind verhältnismäßig teuer.
Hier sind PUL, ein weiches, atmungsaktives, wasserabweisenes Material und eine Saugschicht fest vernäht.
Neu zahlt man ab 13,90 € (Blümchen) bis zu beinahe 30€ (Blueberry Simplex
Sonderedition) und sicher noch viel mehr. Außerdem summiert sich ziemlich
schnell viel Wäsche in der Tonne. Mit ungefähr 24 Windeln wäre man damit voll
ausgestattet.
Höschenwindel und Überhose
Unsere Nachtkombination. Die Windelhose besteht vollständig
aus saugendem Material, darüber kommt eine atmungsaktive Überhose, die die
Kleidung vor Nässe schützt. Durch die ordentliche Menge an Saugmaterial, hält
eine gute Nachtwindel bis zu 14 Stunden am Kind durch, abhängig vom Material,
das verarbeitet wurde.
Manche wickeln mit diesem System auch tagsüber, uns war es
aber zuviel Stoff am Kind und damit ein zu dicker Po. Wir haben derzeit sechs
Nachtwindeln und fahren damit gut.
Als Überhose wird wahlweise eine „normale“ (siehe nächster Punkt) verwendet oder
eine bequemere Schlupfvariante. Auch Wolle wie zu Omas Zeiten findet hier
Verwendung.
Überhose und Einlagen
Nach langem Versuchen unser Standard. In eine Überhose (in
unserem Fall immer mit Laschen, die die Einlagen etwas fixieren) werden je nach
Bedarf unterschiedliche Einlagen hineingelegt. Das kommt dann ans Kind. Je nach
gewünschter Saugstärke, kombinieren wir unterschiedliche Materialien. In der
Wäsche landet jeweils nur die Einlage, die Überhose wird ausgewischt, gelüftet
und kann wieder verwendet werden, sofern sie keinen Kontakt mit den gröberen
Hinterlassenschaften hatte.
Die Überhosen sind aus PUL, sehen chic aus und sind
nicht irre teuer, außerdem trocknen sie auf der Leine schnell. Die Einlagen
sind verhältnismäßig günstig und schnell gewaschen wie getrocknet. Theoretisch
kann man als Einlage übrigens auch Waschlappen, Mullwindeln oder
Gästehandtücher benutzen.
Und welches System sollen wir jetzt nutzen?
Je nachdem, welche Kriterien für euch besonders wichtig
sind.
Kostenpunkt
Enorm günstig sind alle Windeln, die noch relativ viel
Handarbeit verlangen – Mullwindeln, Bindewindeln und so weiter. Je spezieller
sie gefertigt werden, umso mehr muss man dafür zahlen. So kostet ein
Komplettpaket Blueberry Simplex beispielsweise knapp 500€. Sofern man nicht
„süchtig“ nach den tollen Motiven und Materialien wird, kann man aber auch mit
6 Überhosen und genug Einlagen ausreichend wickeln.
Unsere konkreten Ausgaben dürften über den
Daumen gepeilt für den Grundstock etwa 390€ sein, zusammengesetzt
aus 110 für Überhosen, 210 für Einlagen und Nachtwindeln und 30 für Zubehör,
wie Wetbag oder Wäschenetz. Da mir aber so viele schöne Windeln über den Weg
laufen, ist der Gesamtwert eher höher. Zum Vergleich: Für Wegwerfwindeln zahlt
man bei einem Wickelkind in der gesamten Wickelzeit etwa 900€. Da Stoffwindeln für
mehr als ein Kind genutzt werden können, wird es deutlich günstiger.
Einen Anstieg an Strom- oder Wasserkosten konnten wir in
diesem Jahr noch nicht feststellen, wir haben stattdessen eine Rückzahlung
bekommen. Der zusätzliche Waschmittelverbrauch fällt bei zwei zusätzlichen
Maschinen die Woche kaum ins Gewicht.
Größe des Hinterns
Manche Windeln machen einen schmalen Po, andere tragen mehr
auf. Höschenwindeln zum Beispiel wirken oft wuchtig, vor allem, wenn man sie
mit Wollüberhosen kombiniert. Das ist aber Geschmackssache und stört die Kinder
meist nicht.
Passform
Da muss man tatsächlich ein wenig probieren. Nicht jede
Windel passt jedem Kind gut und da sich die Proportionen verschieben kann es
passieren, dass manchmal die eine, manchmal die andere Marke besser passt.
Trockenmöglichkeiten
Wenn man keinen Trockner besitzt, so wie wir, brauchen
manche Windeln vor allem im Winter sehr lang zum Trocknen. Vor allem gut
saugende All-in-One oder Höschenwindeln neigen dazu, sehr lange auf der Leine
zu hängen. Wir haben hier aber dennoch alles in maximal 24 Stunden getrocknet.
Design
Sicher nicht das schlechteste Kriterium. Lieber Uni oder
wild gemustert? Schlicht oder verspielt? Retro oder modern? Jede Firma hat ein
wenig ihren eigenen Stil. Wir mischen auch aus diesem Grund die Marken bunt.
Übrigens: Bei der Windelmanufaktur und anderen Herstellern, die nur auf
Bestellung fertigen, gibt es auch Windeln aus Tragetuchstoff.
Klett oder Snaps/Druckknopf
Klett lässt sich besser anpassen, verhakt aber mit anderer
Wäsche, fusselt, wird grau und manche Kinder lernen schnell, sie aufzumachen.
Druckknöpfe sind stabil und halten ewig, dafür braucht das
Verschließen etwas Übung und der Passform sind Grenzen gesetzt.
Naturmaterial oder Kunstfaser
Bei allen All in Ones und auch den meisten anderen (bunt
gemusterten) Systemen, wird PUL verwendet, ein wasserabweisendes,
atmungsaktives Material, das Herzstück modernder Windelsysteme. Bei den innen
verarbeiteten Saugmaterialien beziehungsweise Einlagen ist mehr Vielfalt
möglich: Naturfasern wie Hanf, Baumwolle oder Bambusviskose, aber auch
Kunstfasern wie ZORB, Minky oder Mikrofaser finden hier Verwendung. Oft wird
auch eine Trockenschicht aus Fleece aufgelegt, um das Windelinnere relativ
trocken zu halten.
Wer es ganz natürlich mag, wird vielleicht Wollhosen
bevorzugen, die bei uns die Nachtlösung sind.
Natürlich gibt es Einlagen und Wollüberhosen auch wieder in
Bio-Qualität.
Herstellungsort
Für die, die es genau wissen wollen: http://www.windelwissen.de/wo-werden-stoffwindeln-hergestellt/
Auch bekannte Firmen produzieren in China, aber es gibt auch
die, die tatsächlich innerhalb der EU fertigen oder zumindest in den USA
bleiben.
Die Sache mit der Wäsche
Im Internet kursieren die kuriosesten Methoden, Stoffwindeln
möglichst schonend zu waschen. Man will bei den wertvollen Teilen natürlich
auch nichts kaputt machen.
Hier mal unsere Waschroutine:
Alle 2-3 Tage ist der Windeleimer voll genug, um eine
Waschmaschine damit ausreichend zu füllen. Der Windeleimer bleibt die ganze
Zeit über offen, so gammelt und stinkt nichts. Wir haben zu diesem Zweck eine
normale Oskartonne mit einem Wäschenetz behängt. Das große Geschäft haben wir,
sofern in der Windel etwas war, mit einem Tuch herausgeholt und direkt im Klo
entsorgt. Man könnte es auch über der Schüssel ausschütteln. Andere benutzen zu
diesem Zweck ein Wegwerfvlies direkt in der Windel, das Söhnchen hier aber
nicht verträgt.
Die Überhosen kommen, sofern sie nur nach Urin riechen,
einfach in die normale Hauswäsche. Wenn sie richtig dreckig sind, wandern sie
mit in die Windelwäsche.
Dann packe ich die Windeln (samt offenem Wäschenetz) in die
Maschine und schalte erstmal ein 15-minütiges Spülprogramm ein, bevor sie im
Anschluss mit Waschmittel im 60-Grad Programm mit Zusatz-Spülen (manche
Maschinen brauchen auch Wasser plus)
gewaschen werden. Das Waschmittel sollte vor allem frei von Cellulase
(noch besser völlig enzymfrei), Kieselgur
und Inhaltsstoffen, auf die das Kind allergisch reagiert, sein.
Theoretisch kann man auch jedes andere Waschmittel nehmen, dann halten manche
Einlagen aber vermutlich keine drei Kinder lang.
In den USA nimmt man wohl das Pendant zu Persil
beziehungsweise Ariel. Völlig Tabu ist Weichspüler. Wir verwenden das DM
Feinwaschmittel (Pulver), haben aber auch schon Domol Sensitiv, Ulrichs und
Potion, ein spezielles Windelwaschmittel, ausprobiert.
Fragerunde - die üblichen Verdächtigen mit Erfahrungswerten kurz beantwortet
Und wie macht man das Unterwegs?
Wir haben einen sogenannten „Wetbag“, eine verschließbare
Tasche aus PUL, in die die benutzten Einlagen oder All-in-Ones gepackt werden.
Der schließt geruchs- und feuchtigkeitsdicht. Der Windelwechsel selbst funktioniert
wie bei Wegwerfwindeln auch, weil wir die Windeln zu Hause vorbereitet haben
oder All-in-Ones nutzen.
Laufen die nicht aus?
Ein ganz klares nein. Wir hatten mit Wegwerfwindeln mehr
Auslaufunfälle, als mit jeder Stoffi. Nur bei den Schlupfüberhosen ist
passformbedingt ein wenig Vorsicht geboten. Dafür ist selbst bei den
schlimmsten Muttermilchstuhlexplosionen niemals irgendetwas den Rücken
hochgewandert oder über die Seiten gequollen.
Tagsüber wickeln wir alle ungefähr alle 2-3 Stunden oder bei
Stinkbombenalarm, nachts bleibt die Windel 12-13 Stunden am Kind.
Je nach Bedarf können wir die Windel tagsüber mit
Hanfeinlagen auch anpassen, damit sie ein wenig länger hält. Aber da wir
ohnehin lieber häufiger als seltener wickeln, gibt es bei uns wohl nur dann ein
Problem, wenn der kleine Mann nach oben pinkelt.
Allerdings saugt nicht jedes System gleich gut. Bei den All-in-One sind vor allem PopIn Bambus, Totsbots Easyfit BOB, Blueberry Deluxe und Bumgenius Elemental besonders saugstark, unter den Höschenwindeln fährt man mit Anavy, Petit Lulu, Totstbots Bamboozle oder HuDa Bambus besonders gut. Bei Überhosen mit Einlagen entscheidet ihr durch die Einlagenwahl, wie lange es halten soll.
Behindert das die Kinder nicht in ihrer motorischen
Entwicklung?
Ich habe dazu keine Studien finden können, habe also hier
nur meinen Einzelfall und ein paar nicht objektive Berichte. Aus diesen zusammengeklaubten
Erfahrungen: Nein, eigentlich nicht. Ein sehr, sehr dickes Paket könnte dazu
führen, dass manche Schritte anders angegangen werden müssen oder mehr Kraft
benötigen, aber meistens wickelt man doch heute eher dünn und unauffällig.
Hier passen sogar alle Hosen in normalen Größen. Selbst mit
Jeans haben wir kein Problem.
Mein persönliches Fazit
Für uns und unsere kleine Familie passen die Stoffwindeln
einfach super. Ganz zu Anfang haben wir Wegwerfwindeln und Stoffis abwechselnd verwendet,
um zu sehen, ob es tatsächlich etwas für uns ist, aber uns wurde schnell klar,
dass wir weder diese Müllberge, noch den Geruch (ja, Stoffis riecht man weniger)
oder die ständieg Nachkauferei länger haben wollen. Zudem erhoffen wir uns,
dass es uns die Haut im Windelbereich dankt – einen Ausschlag haben wir einem
Einlagenwechsel besser in den Griff bekommen, als mit der verzweifelten Nutzung
von Wegwerfwindeln.
Und es ist dabei geblieben: Ich liebe die Designs, ich mag
es, die Windeln nach unserem Bedarf selbst „stopfen“ zu können und Mini scheint
mit dieser Lösung gut zurecht zu kommen. Bei Kind Nr.2 werden wir wohl von
Anfang an ganz bei Stoff sein und uns dann auch mal an das gefürchtete
„Windelorigami“ wagen. Bisher konnten wir uns darum erfolgreich drücken.
Was ist eure Meinung zu Stoffwindeln? Veralteter
Kram für durchgedrehte Ökos? Eine Alternative, aber einfach zu kompliziert?
Oder doch eine Überlegung wert?
Sonntag, 1. Februar 2015
Was kostet ein Kind? (Kilian)
Kinder kosten Geld. Wie viel ist einem sogar als Mutter eigentlich so gar nicht recht bewusst. Man bezahlt einfach und wundert sich am Ende des Monats nur, wo das ganze Geld hin ist.
Deshalb war es auch für uns spannend, im Januar alle Kosten zu sammeln und aufzulisten.
Heute mache ich den Anfang euch zu zeigen, was ein 15-Monate alter Junge kostet.
Kleidung: 75,80 €
Da uns Größe 80 langsam zu knapp wurde und diverse Oberteile und Unterwäsche schon anfingen zu kneifen, mussten wir etliche Kleidungsstücke neu beschaffen. Weihnachten hat uns dabei sehr in die Karten gespielt. Von der Verwandschaft und Freunden gab es so schon ein neues Sortiment an Oberteilen in Größe 86. Wir mussten uns also nur auf Unterwäsche, Hosen, Jacken, Schlafanzüge und Strumpfhosen konzentrieren. Außerdem war mehrere Paar neuer Schuhe fällig. Hier haben wir im Winterschlussverkauf einen absoluten Schnapper für 5,95 € gemacht. Ich kann es selbst noch nicht glauben. Hausschuhe brauchen wir durch den Kindergarten allerdings doppelt.
Im Gesamtbetrag ist aber natürlich auch das ein oder andere Kleidungsstück enthalten, dass ich einfach haben musste, weil ich es so niedlich fand!
Nahrung: 67,84 €
Da Kilian größtenteils noch seine eigenen Lebensmittel verzehrt, hat er auch einen eigenen Posten an Kosten für Nahrungsmittel. Hier enthalten sind Obst, Müsli, Haferflocken, diverse Snacks für unterwegs und Kindergarten wie Hirsekringel, Reiswaffeln und Dinkelstangen. Aber auch Mineralwasser (wir trinken gefiltertes Leitungswasser. Aufgrund der schlechten Wasserwerte will ich das meinem Kind aber nicht zumuten) und Milch.
Nachts trinkt Kilian immernoch mindestens zwei Flaschen. Ich muss also auch weiterhin Milchnahrung zuhause haben.
Windeln: 52,62 €
Sowohl für zu Hause, als auch für den Kindergarten musste ich einen Vorrat an Windeln beschaffen. Der Preis entspricht 4 Packungen Tageswindeln à 36 Stück und 1 Packung à 70 Stück, sowie einer Großpackung Pampers Baby Dry für die Nacht.
Pflege: 8,49 €
Der kleinste Posten, da wir nicht viel Pflege verwenden und das was wir kaufen sich nur gemächlich aufbraucht. Enthalten sind neue Zahnbürsten, Mittel zur Zahnungshilfe und Feuchttücher.
Spielzeug: 30,40 €
Spielzeug gibt es bei uns auch "außer der Reihe". Im Januar waren es ausschließlich Bücher (Gute Nacht Geschichten, Die kleine Raupe Nimmersatt, Der Maulwurf der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat). Ich hatte gehofft, einige der Bücher zu Weihnachten zu bekommen, da Kilian sehr gerne mit mir liest.
Kindergarten: 146,00 € + 37,00 € Essengeld
Und schwupp ist das Kindergeld in Luft aufgelöst. In den 37,00 € Verpflegungspauschale sind sowohl die Mittagsmahlzeiten, Getränke, sowie ein Frühstück im Monat enthalten.
Auch wenn es für uns viel Geld ist, bin ich trotzdem jedes Mal erstaunt, wie viel andere Eltern für die Unterbringung in einer Kindertagesstätte bezahlen müssen.
Unternehmungen: 21,43 €
Unsere Unternehmungen, zumindest die die Geld kosten, beschränken sich aufgrund der aktuellen Witterungsverhältnisse und Krankheitslage auf Fahrten zu Oma und Opa. Ansonsten sind wir völlig kostenlos zu Fuß mit dem Hund im Wald unterwegs. Am 30. Januar haben wir noch gute Freunde in Südthüringen besucht, die im Dezember ein Baby bekommen haben. Auch die Spritkosten hierfür habe ich mit eingerechnet.
Alles in allem habe ich im Januar 439,58 € für mein Kind ausgegeben, was annähernd unserer Kreditrate für unser Haus entspricht. Ich denke, dass dies einen guten Durchschnitt aller Monate darstellt. Unser Kindergeld geht komplett für den Kindergarten "drauf". Wirklich sparen könnte ich hierbei nur am Spielzeug oder der Kleidung. Beide Posten fallen zum Glück nicht jeden Monat an.
Als nächstes zeigt euch Schokominza, was ihre beiden Töchter sie kosten.
Besonders interessiert mich, was ihr so für eure Betreuungsplätze bezahlt. Also kommentiert doch bitte mit eurem Wohnort und den monatlichen Kosten.
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