Donnerstag, 27. August 2015

Minimalismus im Kinderzimmer


Habt ihr auch den Überblick über die Sockenschublade verloren? Findet ihr manchmal in den Tiefen der Kinderschränke Sachen, die ihr ganz vergessen hattet und die nun zu klein geworden sind? Dann wird es Zeit für euch, einen Blick auf die Idee des Minimalismus zu werfen. 

Die Idee:
Auch wenn ihr keine Messis seid, leben in den Kinderschränken Klamotten, die ihr den Kleinen lange nicht angezogen habt. Sachen, die ihr sogar nie herausgeholt habt. Und seid mal ehrlich: Sachen, die ihr niemals euren Kinder anziehen werdet! Sei es, weil sie nicht gut passen oder weil ihr die Teile doch nicht so schön findet.
Die Idee des Minimalismus: Diese Sachen als Ballast im Leben zu erkennen und sich von ihnen zu trennen. Weniger besitzen kann ein Gewinn an Lebensqualität bedeuten. Stellt euch vor, ihr hättet für euch nur noch Jeans, die 1a sitzen und Oberteile, in denen ihr euch rundum wohl fühlt. Schuhe, in denen ihr gerne lauft, und eine Handtaschen, die ihr täglich tragen wollt.

Und alles andere: Weg! 

Es fällt unglaublich schwer, sich von einem „Ich trage es zwar nicht, aber es ist so schön und vielleicht…“ zu trennen. Aber wenn der Kleiderschrank nur noch wenige Lieblingsteile beherbergt, fühlt sich das gut an.

Kinderklamotten aufs Minimum!

Der Wechsel von Größe 68 zu 74 stand bei uns gerade an und ich fand im Keller zwei Kartons mit Babysachen dieser Größe. Zwei Kartons bedeutet: Viel zu viel! Ich gehe dann so vor: In einem ersten Schritt nehme ich alles aus den Kartons und sortiere es auf verschiedene Stapel.

       Nun habe ich optisch einen Überblick. Der Stapel mit den Bodys ist am kleinsten. Hier muss ich nichts aussortieren, sondern räume ihn so in den Schrank.
Am höchsten ist der Stapel mit den Hosen. Als frage ich mich: Braucht Annika 6 Jeans, 3 Cordhosen, 5 kurze Hosen, 2 Röcke, 4 Latzhosen, 5 Jogginghosen und 6 Leggins? Nein. In einem ersten Schritt sortiere ich nach Gefallen aus. Der Stapel schrumpft gering. Also überlege ich: Es reichen 3 Jeans, 1 Cordhose, 2 kurze Hosen, 1 Rock, 1 Latzhose, 2 Jogginhosen. Ich sortiere so lange, bis dieses Ergebnis erreicht ist. Die 6 Leggins packe ich zu den Strumpfhosen.
Die aussortierten Klamotten wandern in den Karton zurück und werden im Keller gelagert. Bei Kleidernot habe ich so immer noch Reserven.

Auch Spielzeug muss weichen

Bei Spielzeug ist es schwierig für mich, minimalistisch zu bleiben, weil viele Sachen wirklich schön sind. Nur spielen die Kleinen immer mit den gleichen Sachen und alles andere verteilen sie ziellos in der Wohnung. Auf einer Müllhalde sieht es nicht schlimmer aus.
Beim Sortieren gehe ich wie bei den Klamotten vor: Zuerst wird alles heraus geholt und ich verschaffe mir einen Überblick und dann sortiere ich in mehreren Schritten aus. Bei ähnlichem Spielzeug entscheide ich mich für ein Teil, wähle aus den Autos eins aus und sortiere einen Großteil der Plüschtiere weg.
Was passiert mit dem Aussortierten? Aussortierte Bücher wandern in den offenen Bücherschrank, gut erhaltenes Spielzeug spenden wir Flüchtlingskindern. Anderes wandert in einem Karton in den Keller – Diese Sachen hole ich nach und nach wieder hoch und packe anderes weg. 

Abwechslung statt Reizüberflutung!

Kommentare:

  1. Ein wunderbarer Artikel, der bei mir (mal wieder) den Wunsch auslöst, in sämtlichen Bereichen auszusortieren...sehr zum Leidwesen meines Mannes :D
    Mein Kleiner hat Unmengen an Klamotten...manchmal bekomme ich die Kommode gar nicht zu. Vielleicht finde ich demnächst mal wieder Zeit zum Sortieren...
    LG HanseMama
    HanseMama.wordpress.com

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    1. Das kenne ich zu gut. Der Kinderkleiderschrank war so vollgestopft, dass ich nichts gefunden habe - Das kann es dann auch nicht sein :D Inzwischen haben wir den Überblick und ich bin stolz drauf.

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  2. Der Artikel hat dafür gesorgt, dass ich mal wieder meinen Kleiderschrank ausgemistet habe. Diesesmal aber auch alles aus der Kategorie "Das gefällt xy so gut an mir". So nach und nach fliegt alles, was nicht optimal an mir sitzt, wo mir die Farbe/der Schnitt nicht 100% zusagt und bei dem generell, wenn ich es aus dem Schrank hole, die Stimme kommt "Das hast du lang nicht getragen, eigentlich müsstest du mal wieder....". Danke für den Impuls!

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    1. Das ist super! Genau so ging ich letztens auch mit meinen Kleidern vor und habe rigoros aussortiert. Ich brauchte dafür mehrere Durchläufe, aber jetzt ist der Kleiderschrank gut sortiert und vor allem auch reduziert.

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