Samstag, 28. Juni 2014

crazysax stellt sich vor

Jetzt bin ich an der Reihe :)

Den Namen crazysax gab ich mir selbst mit 10 Jahren (verrücktes Saxophon... nunja kreativer bin ich heute aber auch noch nicht!), als wir unseren ersten Computer mit Internet nach Hause bekamen. Damals musste ich mir ein Zimmer mit meiner jüngeren Schwester teilen, war sehr schüchtern und fand die Vorstellung super mit 22 Jahren verheiratet zu sein und Kinder zu haben.

2010 war es dann "endlich" so weit. Ich wurde 22 Jahre, steckte im ersten Jahr meiner Erzieherausbildung (nachdem ich die Jahre zuvor etwas herumtrödelte und lieber Auslandserfahrungen sammelte) und war seit einigen Monaten mit meinem Freund zusammen. Von gemeinsamer Wohnung, Heirat oder Kindern waren wir noch weit entfernt. 
Noch im selben Jahr zogen wir dann zusammen, verlobten uns 2012 und heirateten standesamtlich kurze Zeit später. Die große kirchliche Hochzeit folgte dann ein Jahr später. Zu diesem Zeitpunkt war ich bereits 25 Jahre alt, hatte meine Ausbildung erfolgreich beendet und arbeitete in einem tollen Kinderheim.

Einen perfekteren Zeitpunkt gibt es wohl nicht, werden sich sicher viele denken. Mich umgaben aber dennoch ein paar Zweifel. Ich wusste, dass ich ein sofortiges Beschäftigungsverbot bekäme, dabei arbeitete ich doch so gerne! Und was ist mit der Schwangerschaftsübelkeit? In den Flitterwochen hatte ich darauf auch nicht so die Lust. Und überhaupt, wir waren die ersten im engeren Freundeskreis. Ist es vielleicht doch noch etwas zu früh?

Ein halbes Jahr später, kurz vor den Flitterwochen, stürzten wir uns dann aber doch in das Abenteuer Baby! Da bei mir alles ziemlich regelmäßig war, ging ich davon aus, dass es sofort klappte. Pustekuchen!! Und im Nachhinein auch ziemlich naiv von mir. Obwohl Zweifel da waren - wenn man dieses Abenteuer erst begonnen hat, dann ist man so drin in der Sache, dass jeder negative Schwangerschaftstest dann doch eine Niederlage ist. Einige von euch werden es sicherlich kennen?!
Fünf negative Schwangerschaftstests vergingen und ich fing endlich an, die ganze Sache etwas lockerer zu sehen: Wir haben doch Zeit! Wenige Tage später (Ende Februar) hielt ich dann aber doch den positiven Schwangerschaftstest in der Hand! Ich konnte es garnicht glauben und war überglücklich! Mein Mann natürlich ebenfalls... Und im Nachhinein weiß ich, dass ich mit 6 Monaten "Übungsphase" ja auch völlig im Rahmen liege. Aber die Zeit kommt einen halt einfach so unendlich vor.

Dann ging alles ziemlich schnell. Es folgte mein Beschäftigungsverbot und quasi zeitgleich setzte bei mir auch die Übelkeit ein. Wir flogen sogar noch zwei Wochen in den Urlaub, was im Nachhinein ebenfalls eine total blöde Idee war, da ich mich dort auch nur quälte. 
Monatelang quälte mich diese blöde Übelkeit. Ich lag wochenlang 24 Stunden am Tag entweder im Bett oder auf dem Sofa. War zu nichts zu gebrauchen. Hatte schon keine Lust mehr auf das Schwangersein. Nach so ziemlich genau neun Wochen - am 1. Mai - war die Übelkeit dann endlich überstanden.

Und jetzt sitze ich hier und kann nun endlich die Schwangerschaft genießen! Meine to-do Liste, die zwar gefühlt täglich neue Punkte hinzubekommt, wird abgearbeitet. Neben dem ganzen "Babykram", stehen natürlich auch andere Sachen ganz weit oben, die ich seit Urzeiten schon erledigen wollte (da war noch die Renovierung des Flurs, den Keller wollte ich auch schon immer mal aufräumen, und und und...).

Zu der lieben Mami-Truppe fand ich im übrigen auch schon sehr früh, jedoch verhielt ich mich immer sehr still und las meist nur mit. Erst nachdem der Babyplan so richtig real wurde, meldete ich mich dann auch zu Wort und wurde herzlich in ihre Runde mit aufgenommen, wofür ich bis heute unendlich dankbar bin. Denn dort weiß fast jeder wie es ist, einen negativen Schwangerschaftstest immer und immer wieder in den Händen zu halten.

Hier bin ich nun die einzige, die noch keine eigenen Kinder hat und somit auch null Erfahrung. Aber vielleicht gibt es unter euch ja auch den ein oder anderen, für den das Abenteuer Baby völlig neu ist und der sich in meinen zukünftigen Texten ein bisschen wiederfinden kann?!?



Kommentare:

  1. Hihihi, und ich erinnere mich noch so gut, wie wir dir ständig prophezeit haben "Warte mal ab, wenn du schwanger bist, wirst du es noch oft genug verwünschen" ;). Es ist so schön, bei dir von Anfang an alles mitverfolgen zu können <3! Und noch schöner, dass du die Zeit endlich genießen kannst.

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    1. Ja ich kann mich auch noch dran erinnern. Kommt mir vor wie gestern! Wahnsinn wie schnell die Zeit vergeht.
      Und ja endlich genießen <3 :)

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